Fragen und Antworten

Schriftliche Frage Nr. 152

21. Mai 2026 – Frage von Herr C. SERVATY an Herrn Ministerpräsident PAASCH zum Sachstand und zu den Fortschritten beim Glasfaserprojekt von GOFiber

Zu wieviel Prozent ist der Glasfaserausbau in der DG aktuell fortgeschritten und wie ist der tatsächliche aktuelle Stand in den einzelnen Sektoren?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht.


Frage von Charles SERVATY (SP), vom 23. April 2026:

Der Ausbau des Glasfasernetzes ist eine wichtige Grundlage, um die Zukunftsfähigkeit der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf verschiedene Arten gewährleisten zu können.

Unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche profitieren massiv vom Glasfaserausbau. Die Haushalte bekommen ein zukunftsfähiges Internet, der kommerzielle Sektor kann einen erheblichen Wettbewerbsschub erhalten und auch die öffentlichen Einrichtungen können mithilfe des Glasfasernetzes neue Angebote für die Bevölkerung schaffen, die nachhaltig zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

Doch es gibt einige Punkte, im Zusammenhang mit den Themen Glasfasernetz und GOFiber, die weiterer Erläuterungen bedürfen.

Der Netzausbau und die damit einhergehende Kommunikation sind dabei wichtige Komponenten. Auf der Webseite von GOFiber gibt es eine interaktive Karte, die die aktuellen Fortschritte des Glasfaserausbaus pro Gemeinde aufzeigt. Hier werden die einzelnen Gemeinden in Sektoren unterschieden. 

Es fehlt aber an einer klaren Übersicht in verschiedenen Facetten, die den aktuellen Stand des Ausbaus betreffen.

Es ist unklar, inwieweit das Glasfasernetz bereits in einem spezifischen Sektor vorangeschritten ist und ab wann damit gerechnet werden kann, dass dieser Sektor zu 100 % fertig angeschlossen sein wird. Zusätzlich fehlt es an Klarheit, welche Straßen innerhalb eines Sektors als Nächstes an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Und schlussendlich ist es nicht ersichtlich, ab wann in den übrigen Sektoren gebaut wird. Zum Beispiel wurde am 20.05.2025 der Geschäftsführer von GOFiber, Max Munnix, in einem ausführlichen Artikel zitiert, in dem er erklärte, dass die Bauarbeiten in Burg-Reuland unmittelbar nach den sommerlichen Bauferien beginnen sollten und jene in der Gemeinde Büllingen gegen Ende des Jahres. Am 14.10.2025 wurde in einem nachfolgenden Interview erklärt, dass die Arbeiten in der Gemeinde Burg-Reuland „bald“ beginnen sollen, doch zum Zeitpunkt dieser schriftlichen Frage finden immer noch keine Baumaßnahmen in der Gemeinde Burg-Reuland statt, zumindest suggeriert dies die interaktive Karte. In der Gemeinde Büllingen haben dahingegen die Bauarbeiten in einem Sektor begonnen.

Diese widersprüchliche Kommunikation wirft erhebliche Fragen hinsichtlich der Planung und Transparenz auf.

Darüber hinaus verwundert es, dass bis zum Ende dieses Jahres 98 % der Haushalte in der DG an das Glasfasernetz angeschlossen sein sollen. In unterschiedlichen Sektoren in den Gemeinden Eupen, Kelmis und Raeren werden die Netzarbeiten voraussichtlich am 15. November 2026 beginnen, was den vorgegebenen Zeitplan unrealistisch macht. Vor allem wenn man das Fortschreiten in den anderen Sektoren betrachtet, wo bereits 2024 mit den Arbeiten begonnen wurde. Zudem muss der Boden eine gewisse Grundtemperatur aufweisen, damit Glasfaser verlegt werden kann. Das macht den Start im November, und darüber hinaus, zusätzlich unrealistischer. Dazu bestätigte GOFiber, dass sie mit Qualitätsproblemen zu kämpfen hatten, was den Zeitplan zu einer hohen Wahrscheinlichkeit in Verzug gebracht haben dürfte.

Weitere Informationsdefizite gibt es auch in anderen Bereichen. So ist die Webseite von GOFiber veraltet und weist viele Informationen auf, die nicht aktuell sind. Zusätzlich wird auf der Webseite von GOFiber mit ihren „Directives et mesures de précaution pour la prévention des dégâts à l’infrastructure souterraine de Glasfaser Ostbelgien srl.“ in einem guten Umfang erklärt, wie genau GOFiber mit den Gemeinden arbeitet. Es wird vonseiten GOFibers klar kommuniziert, dass dieses Dokument dazu dienen soll, die Bürger bestmöglich zu informieren. Aber das Dokument ist lediglich in französischer Sprache verfügbar. Es ist aus diesem Grund nicht für alle Bürger der DG möglich, sich in einem vernünftigen Ausmaß über die Arbeitsweisen von GOFiber zu informieren.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Kundendienst von GOFiber in Eupen an Kommunikationsschwierigkeiten leidet. Wenn man als Privatperson Probleme mit einer Glasfaserverlegung vor Ort hat, ist es nahezu unmöglich, den Kundendienst in Eupen telefonisch zu erreichen. Wenn man eine E-Mail an den Kundendienst versendet, ist die Wahrscheinlichkeit zwar deutlich höher, aber es besitzen nicht alle Personen in der DG einen Internetvertrag, geschweige denn eine E-Mail-Adresse.

Und auch die analoge Informationsbeschaffung ist nicht zufriedenstellend. Laut der mündlichen Frage von Evelyn Jadin vom 16. Juni 2025 wurden die Haushalte, in denen das Glasfasernetz ausgebaut werden soll, viel zu spät oder gar nicht informiert. In manchen Fällen erfolgte die Kommunikation ausschließlich auf Deutsch, obwohl auch französischsprachige Anwohner von den Arbeiten betroffen sind. Die Informationsveranstaltungen sind neben den Informationspapieren eine weitere wichtige Stütze, um der ansässigen Bevölkerung die Möglichkeit eines direkten Kontakts mit GOFiber zu ermöglichen. Doch diese finden in keiner Regelmäßigkeit statt. Der Umstand, dass die letzte lokale Informationsveranstaltung zum Thema Glasfaser am 10.06.2025 in der Sankt-Vither Ortschaft Recht stattfand, ist ein weiteres Indiz für eine ungenügende Kommunikationsarbeit vonseiten GOFibers.

Neben der Informationspolitik stellen sich Fragen zur aktuellen finanziellen Dimension, die umfassend neu betrachtet werden muss.

Dazu ist es in erster Linie wichtig, den aktuellen finanziellen Rahmen des Glasfaserausbaus zu benennen. Im Laufe des Ausbaus können immer Komplikationen oder Fehler aufkommen, die den finanziellen Rahmen unfreiwillig vergrößern. Zusätzlich wäre es interessant zu wissen, ob es auch andere Faktoren gibt, die den Preis für den flächendeckenden Ausbau in die Höhe getrieben haben könnten.

Ein weiterer Kostenpunkt ist die Anwerbung von neuen Mitarbeitern. GOFiber sucht laut eigenen Angaben „viele“ Arbeitskräfte. Was darunter konkret zu verstehen ist, bleibt unklar. Es fehlt an Informationen. Es ist nicht klar, welche Arbeitsprofile gesucht wurden und auch weiterhin gesucht werden. Hinzu kommt die Unwissenheit, wie viele Personen bisher eingestellt worden sind. Zudem ist unklar, ob die bereits angestellten Personen bei GOFiber direkt oder bei einem oder mehreren seiner Sub-Unternehmer beschäftigt sind. 

Doch nicht nur die Ausgaben, sondern auch die Einnahmen sind bei der Betrachtung der finanziellen Situation GOFibers entscheidend. Die Frage, welche Netzanbieter aktuell ihre Dienste durch das Glasfasernetz bereitstellen und welche in der Zukunft ihre Angebote über das Netz anbieten wollen, ist im Hinblick auf Erträge durch die Beteiligung der DG ebenfalls relevant. Ein konkurrenzfähiger Markt schafft aber nicht nur Mehreinnahmen, sondern erhöht zusätzlich die Bezahlbarkeit der Glasfasertarife durch den entstehenden Wettbewerb.

Abseits des finanziellen Rahmens ist ein weiteres Augenmerk auf die Arbeitsweisen von GOFiber und deren Subunternehmen wichtig.

Es wird aus verschiedenen Gemeinden berichtet, dass sie unzufrieden mit der Arbeit von GOFiber sind. Allen Gemeinden wurde mitgeteilt, dass sie sich nicht um die Arbeit von GOFiber explizit kümmern müssen. Doch die Realität sieht anders aus. Unterschiedliche Subunternehmer erscheinen mitunter gar nicht oder deutlich verspätet zu den vorher festgelegten Arbeitsorten. Dazu kam es in unterschiedlichen Gemeinden zu dem Umstand, dass ein Gemeindevertreter die Bauarbeiten begleiten musste, um die Arbeit von GOFiber zu beaufsichtigen. In Ihrer Antwort auf die Frage von Frau Jadin haben Sie nochmal ausdrücklich bekräftigt, dass GOFiber im Jahr 2025, um diese Probleme zu beheben, eine deutliche Verstärkung der Baustellenaufsicht beschlossen hatte. Darüber hinaus wurde eine weitere Person zur Verstärkung der Koordinierung rekrutiert, die ebenfalls ab Juli 2025 die Arbeiten von GOFiber begleitet. Außerdem soll an regelmäßigen wöchentlichen oder mindestens zweiwöchentlichen Treffen mit den vom Ausbau betroffenen Gemeinden festgehalten werden. Diese Treffen, so sagten Sie in ihrer Antwort auf die Frage von Frau Jadin, sind wichtige Koordinierungsmomente zwischen GOfiber und den Gemeinden und sollen ein Forum zur Besprechung aller operativen und planerisch wichtigen Aspekte bieten.

Doch dass diese Besprechungen scheinbar nur wenig fruchten, wurde in einem am 27.03.2026 erschienen GrenzEcho-Artikel deutlich. Dort wurde die mangelhafte Versiegelung nach der Verlegung von Glasfaserleitungen in der Gemeinde Raeren beschrieben. Zwischenzeitlich wurde sogar ein Baustopp verhängt. Ähnliches wurde auch bei anderen Gemeinden festgestellt. Insgesamt ist der Eindruck des Gemeinderates Raeren, dass der Ausbau des Netzes in ganz Ostbelgien nur schleppend vorangeht. Zusätzlich räumt der Bauschöffe der Gemeinde Raeren, Thomas Schwenken, ein, dass die Arbeiten erst im März 2027 abgeschlossen sein sollen. Ein genauer Zeitplan liegt der Gemeinde aber nicht vor.

Auch in der Gemeinde Amel gibt es Kritik. So wird der Bürgersteig um 50 cm aufgerissen, um so die Glasfaserkabel zu legen. Die Gemeinde hatte, um eine homogene Asphaltschicht herstellen zu können, in ihrem Haushalt 2025, 200.000 Euro, vorsorglich eingetragen, wobei der Bürgermeister selbst nicht davon ausging, dass diese Summe ausreichen würde.

Es ist verwunderlich, dass die Bürgermeister in ihren wöchentlichen bzw. zweiwöchigen Treffen mit GOFiber diese Informationen nicht in ausreichendem Maße erhalten haben. Wie bei einer solch häufigen Konsultation der betroffenen Gemeinden mit GOFiber solche Umstände aufkommen können, ist doch sehr verwunderlich. Zusätzlich kommt die Frage auf, ob auch weitere Gemeinden mit den aktuellen Arbeiten von GOFiber unzufrieden sind und aus welchen Gründen diese Frustration entsteht.

Auch aus den Reihen der Bevölkerung gibt es regelmäßige Kritik an der Arbeit von GOFiber. Es wurde am Anfang der Arbeiten erläutert, dass bei Möglichkeit die Kabel unterirdisch verlegt werden. Doch die Realität sieht meist anders aus. Die Sub-Unternehmer graben kleine Löcher, um an den angegebenen Stellen nach Leerrohren zu suchen. Dabei kommt es regelmäßig vor, dass diese Sub-Unternehmer nach eigener Aussage die Rohre nicht finden, obwohl sie an der angegebenen Stelle vorhanden sind. Anschließend wird der Bau von oberirdischen Kabeln begonnen. Die oberirdische Anbringung von Glasfaserkabeln ist aber anfälliger für äußere Einflüsse. Das führt zu deutlich öfteren Reparaturen, was wiederum Kosten und Störungen verursacht. Die Anbringung von oberirdischen Kabeln führt zusätzlich zu einem weniger ästhetischen Erscheinungsbild der Natur und Siedlungen, was die Akzeptanz der Bevölkerung für das Glasfasernetz mindern könnte.

Es gibt also unterschiedliche Punkte, die GOFiber und den Glasfaserausbau in der DG betreffen, die unterschiedliche Fragen aufwerfen.

Aus diesem Grund habe ich folgende Fragen an die Regierung:

1.    Zu wieviel Prozent ist der Glasfaserausbau in der DG aktuell fortgeschritten und wie ist der tatsächliche aktuelle Stand in den einzelnen Sektoren?
2.    Welche Ortschaften innerhalb aller deutschsprachigen Gemeinden sind bereits an das Glasfasernetz angeschlossen, in welchen wird aktuell gebaut und in welcher Reihenfolge werden die restlichen Ortschaften mit Glasfaser ausgestattet?
3.    Wieviel Prozent der Haushalte haben sich, im Verhältnis zum bisherigen Ausbau des Netzes, auch dafür entschieden, eine Installation des Glasfasernetzes in ihrem Haushalt vorzunehmen? 
4.    Welche Maßnahmen werden ergriffen, damit das Glasfasernetz für alle Bevölkerungsschichten bezahlbar wird und auch in Zukunft bezahlbar bleibt?
5.    Sind die angepeilten 98 % der Haushalte, die bis Ende 2026 an das Glasfasernetz angeschlossen werden sollen, in Anbetracht des angegebenen Zeitrahmens auf der interaktiven Karte noch realistisch und wenn dieser Zeitraum nicht eingehalten werden kann, wie viele Prozentpunkte in den einzelnen Sektoren werden dieses Jahr voraussichtlich fertiggestellt?
6.    Welche Konsequenzen ergeben sich, falls die Ausbauziele (z. B. 98 %) nicht fristgerecht erreicht werden?
7.    Wieviel Prozent der bisher gelegten Leitungen sind unter-, beziehungsweise oberirdisch und wie wird das Verhältnis dieser Leitungen zueinander am Ende des Ausbaus sein?
8.    Sind der Regierung Fälle bekannt, wo die Sub-Unternehmen von GOFiber oberirdisch Kabel angebracht haben, obwohl diese unterirdisch verlegt werden sollten und in wie vielen Fällen ist das passiert, bzw. in welchen Gemeinden sind diese Vorfälle aufgekommen?
9.    Können Sie bestätigen, dass der Ausbau in der Gemeinde Raeren erst im Frühjahr 2027 vonstattengehen soll und welche Sektoren, oder auch Ortschaften, werden eine ähnliche Zeitplanverschiebung erleben?
10.    In welchen weiteren Sektoren soll erst im Frühjahr 2027 der Netzausbau starten?
11.    Inwieweit wird angedacht, das Informationsblatt „Directives et mesures de précaution pour la prévention des dégâts à l’infrastructure souterraine de Glasfaser Ostbelgien srl.” schnellstmöglich in deutscher Sprache auf der Webseite zur Verfügung zu stellen?
12.    Sind weitere Informationsveranstaltungen geplant, um die Bevölkerung zu informieren und wo bzw. wann sollen diese Informationsveranstaltungen stattfinden und werden diese auch auf französisch und/oder deutsch angeboten?
13.    Wie wird erreicht, dass Mitarbeiter bei GOFiber am Telefon erreichbar sind und wird die Erreichbarkeit auch in deutscher bzw. französischer Sprache garantiert?
14.    Inwieweit ist das Problem behoben worden, dass die in der Anfrage von Frau Jadin angesprochenen Informationen nicht in französischer Sprache sind?
15.    Welche Maßnahmen sind zusätzlich geplant, um die Informationspolitik gegenüber der Bevölkerung zu verbessern?
16.    Wie ist zu erklären, dass zunächst angekündigt wurde, die Bauarbeiten in Burg-Reuland würden zuerst beginnen, während tatsächlich erste Arbeiten in der Gemeinde Büllingen durchgeführt wurden?
17.    Inwieweit ist der Glasfaserausbau bisher im finanziellen Rahmen geblieben?
18.    Könnten die Kosten aufgrund unterschiedlicher Faktoren weiter steigen, um welche Faktoren könnte es sich dabei handeln und welches erhöhte finanzielle Ausmaß könnten die Kosten im weiteren Verlauf des Ausbaus annehmen?
19.    Welche Netzanbieter nutzen aktuell das Glasfasernetz und gibt es auch Netzanbieter, die in Zukunft die Absicht hegen, das Glasfasernetz zu nutzen?
20.    Wie viele Einnahmen konnten durch die Vermietung des Netzes bisher generiert werden und wie viele dieser Einnahmen sind an die Deutschsprachige Gemeinschaft geflossen?
21.    Wie viele Arbeitskräfte hat GOFiber im Laufe seiner Arbeit am Glasfasernetz angeworben und welche Profile hatten diese?
22.    Wie viele offene Stellen bei GOFiber sind noch unbesetzt und welche Profile werden für diese Stellen gesucht?
23.    Wie viele der bisher vermittelten Stellen sind an Sub-Unternehmer vermittelt worden und welche beruflichen Profile hatten diese Mitarbeiter?
24.     Welche Perspektiven haben die angestellten Personen nach dem Ausbau und gibt es bereits Perspektiven für eine Nachfolgebeschäftigung?
25.    Welche Qualitätskontrollen werden bei den Bauarbeiten durchgeführt und wer ist für die Überprüfung der Bauarbeiten verantwortlich?
26.    Inwieweit sind die qualitativen Probleme, die der Ministerpräsident in seiner Antwort auf die Frage von Frau Jadin erwähnt hatte, behoben worden und sind weitere Probleme im Laufe der Arbeit aufgetreten bzw. welche Art von Problemen sind hinzugekommen?
27.    Wie viele Beschwerden von Gemeinden oder Bürgern bezüglich einer mangelhaften Bauausführung vonseiten GOFIbers oder seiner Sub- Unternehmen sind bisher eingegangen, welche Gemeinden waren von diesen Beschwerden betroffen und wie wurde darauf reagiert?
28.    In wie vielen Fällen mussten Bauarbeiten aufgrund von Mängeln nachgebessert oder gestoppt werden und in welchen Gemeinden sind diese Fälle aufgetreten?
29.    Welche Gemeinden mussten Personen abstellen oder auch einstellen, um die Bauarbeiten zu begleiten und wie oft ist der Umstand vorgekommen, dass Gemeinden die Bauarbeiten begleiten mussten?
30.    Was ist das Aufgabenprofil der Person, die die Arbeiten koordinieren soll und inwieweit ist die Regierung mit der bisherigen Arbeit diesbezüglich zufrieden?
31.    Wie oft treffen sich die Gemeinden mit GOFiber und wie ist es zu erklären, dass die Gemeinde Raeren trotz der vorsätzlichen regelmäßigen Konsultation nicht weiß, wie der genaue Zeitplan in ihrer Gemeinde aussieht?
32.    Gibt es auch andere Gemeinden, abseits von Amel, die aufgrund der Arbeiten von GOFiber mehr Geld für mögliche Asphaltierungsmaßnahmen in ihrem Haushalt eingetragen haben, welche wären das und wie hoch sind die vorgesehenen Summen?


Antwort von Oliver PAASCH (ProDG), Ministerpräsident

1.    Zu wieviel Prozent ist der Glasfaserausbau in der DG aktuell fortgeschritten und wie ist der tatsächliche aktuelle Stand in den einzelnen Sektoren?

Der Glasfaserausbau in der DG ist zurzeit zu etwa 25 % abgeschlossen. Ende des Jahres 2026 wird mit einem Fortschritt bis auf 50 % des Ausbaus gerechnet.

Untenstehend wird der Fortschritt pro Ausbauzone aufgeführt, wobei 0 % nicht bedeutet, dass noch keine Arbeiten stattgefunden haben, sondern dass noch nicht alle Netzteile durchgängig vorhanden sind um die ersten Haushalte als „Home Passed“ messen zu können.

Kelmis 1: 24 %
Kelmis 2: 0 %
Kelmis 3: 0 %
Lontzen: 0 %
Hauset: 0 %
Eynatten: 0 %
Raeren: 0 %
Eupen 1: 27 %
Eupen 2: 0 %
Eupen 3: 0 %
Eupen 4: 5 %
Eupen 5: 0 %
Bütgenbach 1: 75 %
Bütgenbach 2: 95 %
Büllingen 1: 0 %
Büllingen 2: 0 %
Sankt Vith 5 (Amel): 65 %
Sankt Vith 1: 97 %
Sankt Vith 2: 85 %
Sankt Vith 3: 0 %
Sankt Vith 4: 0 %
Sankt Vith 6: 46 %
Burg-Reuland: 0 %

2.    Welche Ortschaften innerhalb aller deutschsprachigen Gemeinden sind bereits an das Glasfasernetz angeschlossen, in welchen wird aktuell gebaut und in welcher Reihenfolge werden die restlichen Ortschaften mit Glasfaser ausgestattet?

Siehe Antwort auf Frage 1. Ab Juni 2026 wird der Ausbau nahezu parallel in allen Gemeinden stattfinden. Eine genaue zeitliche Abfolge kann jedoch nicht mit Sicherheit festgelegt werden, da der Ausbau von zahlreichen (externen) Faktoren abhängt, welche teils außerhalb des Einflussbereichs von GOFiber liegen und welche mehr oder weniger signifikanten Einfluss auf das Ausbaugeschehen haben können (bspw. Wetterlage, Synergiearbeiten mit anderen Versorgergesellschaften, Schwierigkeiten in Lieferketten etc.)

3.    Wieviel Prozent der Haushalte haben sich, im Verhältnis zum bisherigen Ausbau des Netzes, auch dafür entschieden, eine Installation des Glasfasernetzes in ihrem Haushalt vorzunehmen? 

Der aktuelle take-up beträgt 32 % und liegt damit deutlich über dem Marktstandard. Man kann also feststellen, dass ein hohes Interesse an einem Glasfaseranschluss in der ostbelgischen Bevölkerung und Unternehmenswelt besteht.

4.    Welche Maßnahmen werden ergriffen, damit das Glasfasernetz für alle Bevölkerungsschichten bezahlbar wird und auch in Zukunft bezahlbar bleibt?

Der Hausanschluss an das Glasfasernetz ist für Bürger und Unternehmen kostenlos, insofern die von GOFiber vorgeschlagene Standardanschlussvariante gewählt wird.

Abonnement Preise der Telekomanbieter liegen außerhalb des Verantwortungsbereichs von GOFiber, so dass hierdrauf seitens GOFiber kein Einfluss genommen werden kann. 

5.    Sind die angepeilten 98 % der Haushalte, die bis Ende 2026 an das Glasfasernetz angeschlossen werden sollen, in Anbetracht des angegebenen Zeitrahmens auf der interaktiven Karte noch realistisch und wenn dieser Zeitraum nicht eingehalten werden kann, wie viele Prozentpunkte in den einzelnen Sektoren werden dieses Jahr voraussichtlich fertiggestellt?

Der dekretal festgelegte Zeitrahmen sieht eine Ausbauperiode von 4 Jahre nach Beginn des Ausbaus vor. Da die Ausbauarbeiten (vor allem auf Grund von europäischen Genehmigungsprozeduren und anfänglichen lokalpolitischen Blockaden) erst im Oktober 2023 begonnen haben, läuft die dekretale Frist bis Oktober 2027. Somit scheint eine Abdeckung innerhalb der dekretalen Bestimmungen weiterhin realistisch.

6.    Welche Konsequenzen ergeben sich, falls die Ausbauziele (z. B. 98 %) nicht fristgerecht erreicht werden?

Wir gehen davon aus, dass die Ausbauziele erreicht werden.

7.    Wieviel Prozent der bisher gelegten Leitungen sind unter-, beziehungsweise oberirdisch und wie wird das Verhältnis dieser Leitungen zueinander am Ende des Ausbaus sein?

Aktuell sind rund 45 % der Netzleitungen unterirdisch und rund 55 % oberirdisch ausgebaut. Gegen Ende des Ausbaus wird sich dieses Verhältnis in etwa bei 50 %/50 % befinden.

8.    Sind der Regierung Fälle bekannt, wo die Sub-Unternehmen von GOFiber oberirdisch Kabel angebracht haben, obwohl diese unterirdisch verlegt werden sollten und in wie vielen Fällen ist das passiert, bzw. in welchen Gemeinden sind diese Vorfälle aufgekommen?

Nein, es sind keine Fälle bekannt.

9.    Können Sie bestätigen, dass der Ausbau in der Gemeinde Raeren erst im Frühjahr 2027 vonstattengehen soll und welche Sektoren, oder auch Ortschaften, werden eine ähnliche Zeitplanverschiebung erleben?

Der Ausbau in der Gemeinde Raeren ist bereits in vollem Gange (vor allem in den Ortschaften Hauset und Eynatten) und wird wie in den vorangehenden Antworten beschrieben fortgesetzt.

10.    In welchen weiteren Sektoren soll erst im Frühjahr 2027 der Netzausbau starten?

Siehe Antworten 2 und 5

11.    Inwieweit wird angedacht, das Informationsblatt „Directives et mesures de précaution pour la prévention des dégâts à l’infrastructure souterraine de Glasfaser Ostbelgien srl.” schnellstmöglich in deutscher Sprache auf der Webseite zur Verfügung zu stellen?

Dieses Dokument wird vor allem im Rahmen der Koordinierung mit andern Versorgergesellschaften, u. a. im Rahmen des Austausches von Plänen bestehender Infrastrukturen genutzt und ist daher prinzipiell in französischer Sprache gehalten. Eine Übersetzung ins Deutsche kann aber problemlos in die Wege geleitet werden.

12.    Sind weitere Informationsveranstaltungen geplant, um die Bevölkerung zu informieren und wo bzw. wann sollen diese Informationsveranstaltungen stattfinden und werden diese auch auf französisch und/oder deutsch angeboten?

Die Informationsveranstaltungen finden in deutscher Sprache jeweils vor dem Start der Ausbauarbeiten in einer Gemeinde statt (in manchen Gemeinden haben auch mehrere Informationsveranstaltungen stattgefunden). Die letzte Veranstaltung fand am 24.03.2026 in Büllingen statt. Die nächste Veranstaltung wird voraussichtlich Ende Mai in Burg-Reuland stattfinden.

13.    Wie wird erreicht, dass Mitarbeiter bei GOFiber am Telefon erreichbar sind und wird die Erreichbarkeit auch in deutscher bzw. französischer Sprache garantiert?

Die Erreichbarkeit ist in deutscher und französischer Sprache während der gewöhnlichen Bürozeiten gewährleistet.

14.    Inwieweit ist das Problem behoben worden, dass die in der Anfrage von Frau Jadin angesprochenen Informationen nicht in französischer Sprache sind?

Das entsprechende Dokument wurde umgehend bearbeitet und wird nun in beiden Sprachen verteilt.

15.    Welche Maßnahmen sind zusätzlich geplant, um die Informationspolitik gegenüber der Bevölkerung zu verbessern?

Das bestehende Angebot aus Informationsveranstaltungen, Website, telefonischer und E-mail Erreichbarkeit wird als ausreichend betrachtet.

16.    Wie ist zu erklären, dass zunächst angekündigt wurde, die Bauarbeiten in Burg-Reuland würden zuerst beginnen, während tatsächlich erste Arbeiten in der Gemeinde Büllingen durchgeführt wurden?

Dies ist auf die Komplexität der Situation in der Gemeinde Burg-Reuland zurückzuführen. Für gewöhnlich ist es so, dass zwischen der öffentlichen Straße und den Privatgrundstücken ein Seitenstreifen (meist Bürgersteig oder Grünstreifen) als öffentlicher Bereich existiert. Genau in diese Zone wird das Glasfasernetz (genau wie die meisten anderen Versorgernetze verlegt). In der Gemeinde Burg-Reuland ist dieser Seitenstreifen allerdings vielerorts nicht existent und die öffentliche Straße grenzt unmittelbar an privates Eigentum. Da das Verlegen der Glasfaserinfrastruktur direkt in der Straße weder operativ noch wirtschaftlich interessant ist, eine Verlegung im privaten Eigentum allerdings auch rechtlich komplex und in jedem Fall zeitaufwendig ist, musste der Beginn der Arbeiten in der Gemeinde Burg-Reuland verschoben werden, damit diese komplexe Situation bestmöglich vorbereitet werden und eventuelle Unklarheiten im laufenden Ausbaubetrieb vermieden werden können.

17.    Inwieweit ist der Glasfaserausbau bisher im finanziellen Rahmen geblieben?

Der Glasfaserausbau liegt bislang im ursprünglich vorgesehenen Finanzrahmen. Aufgetretene Mehrkosten konnten durch Optimierung der Netzarchitektur so wie diverser operativer Effizienzgewinne ausgeglichen werden.

18.    Könnten die Kosten aufgrund unterschiedlicher Faktoren weiter steigen, um welche Faktoren könnte es sich dabei handeln und welches erhöhte finanzielle Ausmaß könnten die Kosten im weiteren Verlauf des Ausbaus annehmen?

Die aktuelle geopolitische Lage stellt ein ernstzunehmendes Risiko dar. Zum einen werden die gestiegenen Energiepreise einen direkten Einfluss auf die Kosten des Ausbaus haben. Zum anderen können zurzeit deutlich steigende Nachfragen für Schlüsselkomponenten des Glasfasernetzes festgestellt werden. Diese werden durch eine weltweit steigende Nachfrage vor allem aus den Sektoren der Verteidigung sowie der Datenzentren (welche auch auf jene Schlüsselkomponenten für ihre eigenen Projekte angewiesen sind) getrieben und könnten sich mittelfristig auf die Preise und die Verfügbarkeit jener Netzkomponenten auswirken.

Um diesen Risiken entgegenzuwirken, arbeitet GOFiber bereits seit einiger Zeit an einer langfristigen Materialbeschaffungsstrategie um die Preise und Verfügbarkeit für das hiesige Projekt möglichst stabil zu halten.

19.    Welche Netzanbieter nutzen aktuell das Glasfasernetz und gibt es auch Netzanbieter, die in Zukunft die Absicht hegen, das Glasfasernetz zu nutzen?

GOFiber verfügt derzeit über einen direkten Kunden, welcher Proximus ist. Über die Wholesale-Struktur von Proximus steht das Glasfasernetz von GOFiber allerdings auch den heutigen Wholesale-Kunden von Proximus zur Verfügung. Eine Liste aller heute aktiven Anbieter finden Sie unter folgendem Link: Anbieter - Go Fiber - Glasfaser Ostbelgien

Das Netz von GOFiber ist als offenes, technologieneutrales Netz konzipiert, welches allen Anbietern zu gleichen, diskriminierungsfreien Bedingungen zur Verfügung steht. Es ist also durchaus möglich, dass zukünftig weitere Anbieter direkter Kunde von GOFiber werden.

20.    Wie viele Einnahmen konnten durch die Vermietung des Netzes bisher generiert werden und wie viele dieser Einnahmen sind an die Deutschsprachige Gemeinschaft geflossen?

Bislang konnten rund 360.000 € durch die Vermietung des Netzes generiert werden. Es wird allerdings keinen Rückfluss dieser Einnahmen an die Deutschsprachige Gemeinschaft geben, da diese lediglich eine sogenannte „goldene Aktie“ hält und sich auch nicht an Kapitalerhöhungen beteiligt (dieses Risiko wird ausschließlich durch die beiden anderen Aktionäre Ethias und Proximus getragen). Die von der Deutschsprachigen Gemeinschaft zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von 40 Millionen Euro wurden GOFiber nicht als Kapitalbeteiligung sondern im Rahmen einer DAWI-Verpflichtung als Wirtschaftlichkeitslückenfüllung zur Verfügung gestellt. Die einzige Möglichkeit auf teilweise Rückgewinnung dieser Mittel besteht bei dem Verfahren zur Feststellung einer eventuellen Überkompensation, welche nach Ablauf des Business Case (sprich der vorgesehenen Lebensdauer von GOFiber) durchgeführt wird und anlässlich welcher nach einer im Voraus festgelegten Prozedur errechnet wird, ob die Höhe der seitens der Deutschsprachigen Gemeinschaft zur Verfügung gestellten Mittel angepasst oder zu hoch war. In zweiterem Fall könnte unter gewissen Bedingungen eine teilweise Rückforderung erfolgen.

21.    Wie viele Arbeitskräfte hat GOFiber im Laufe seiner Arbeit am Glasfasernetz angeworben und welche Profile hatten diese?

GOFiber hat unter direktem Arbeitsvertrag 2 Vollzeitäquivalente (Geschäftsführung und Finanzleitung). Hinzu kommen 3 weitere Personen, welche als externe Mitarbeiter fungieren, um flexibel auf verschiedene Bedarfe, vor allem im Rahmen der Qualitätskontrolle und der Baustellenaufsicht im Rahmen des Ausbaus reagieren zu können. 

Darüber hinaus hat GOFiber einen Dienstleistungsvertrag mit Proximus abgeschlossen. In diesem Rahmen stellt Proximus zahlreiche Dienstleistungen, wie bspw. die vorbereitenden Analysen, das Netzwerkdesign, oder auch Reporting- und IT Systeme und Arbeitskräfte zur Verfügung.

22.    Wie viele offene Stellen bei GOFiber sind noch unbesetzt und welche Profile werden für diese Stellen gesucht?

Keine

23.    Wie viele der bisher vermittelten Stellen sind an Sub-Unternehmer vermittelt worden und welche beruflichen Profile hatten diese Mitarbeiter?

Es sind keine direkten Arbeitsstellen an Sub-Unternehmer vergeben worden. GOFiber hat Verträge mit drei Hauptausbaupartner. Diese sind dann eigens für ihre Personalpolitik (im Rahmen der vertraglich vorgesehenen Rahmenbedingungen) verantwortlich.

24.    Welche Perspektiven haben die angestellten Personen nach dem Ausbau und gibt es bereits Perspektiven für eine Nachfolgebeschäftigung?

Der Business Case (sprich die vorgesehene Lebensdauer) von GOFiber erstreckt sich über eine Dauer von 34 Jahren und umfasst neben dem ursprünglichen Ausbau des Netzes auch die Hausanschlüsse sowie den Unterhalt und eventuelle Erweiterungen des Netzes. Es wird also auch nach dem ursprünglichen Ausbau noch reichlich Arbeit geben.

25.    Welche Qualitätskontrollen werden bei den Bauarbeiten durchgeführt und wer ist für die Überprüfung der Bauarbeiten verantwortlich?

GOFiber ist als Auftraggeber für die Bauarbeiten verantwortlich.

Die Qualitätskontrollen werden in regelmäßigen Abständen in Form von Stichpunktkontrollen auf den verschiedenen Baustellen durchgeführt.

Die Bauaufseher sind für einen bestimmten Bereich verantwortlich und besuchen alle Baustellen dieses Bereichs, einschließlich der Synergiearbeiten.

Bei den Kontrollen wird vor allem auf folgende Punkte geachtet:

Tiefe, Markierung, Sauberkeit, Einhaltung der Qualiroutes-Vorgaben, Zugang für Fußgänger und Anwohner, Verlegungsmethode der Netzteile etc.

Die Kontrolle umfasst auch zahlreiche administrative Punkte wie das Vorhandensein der notwendigen Formulare, das Vorhandensein der Pläne der anderen Versorgergesellschaften, die Überprüfung der Risikoanalysen, das Vorhandensein der Leistungsbeschreibung, die polizeilichen Genehmigungen etc.

Es ist allerdings wichtig zu betonen, dass diese Kontrollen als Stichpunktkontrollen stattfinden und somit eine Situation zu einem bestimmten Zeitpunkt widerspiegeln; es ist auf Grundlage des Umfangs des Projektes und des begrenzten zeitlichen Rahmens nicht möglich eine permanente Aufsicht über jede einzelne Baustelle zu gewährleisten.

26.    Inwieweit sind die qualitativen Probleme, die der Ministerpräsident in seiner Antwort auf die Frage von Frau Jadin erwähnt hatte, behoben worden und sind weitere Probleme im Laufe der Arbeit aufgetreten bzw. welche Art von Problemen sind hinzugekommen?

Die qualitativen Probleme bestanden vor allem mit dem ursprünglichen Hauptausbaupartner Constructel. Durch die Einführung eines neuen Ausbaupartners Verbraeken konnten signifikante Ausbauvolumen auf diesen neuen Ausbaupartner umgeschichtet werden und somit der Druck vom ursprünglichen Hauptausbaupartner Constructel abgenommen werden. 

Das Unternehmen Verbraeken ist ein belgische Referenzunternehmen im Glasfaserausbau und leistet bislang sehr zufriedenstellende Arbeit.

27.    Wie viele Beschwerden von Gemeinden oder Bürgern bezüglich einer mangelhaften Bauausführung vonseiten GOFIbers oder seiner Sub- Unternehmen sind bisher eingegangen, welche Gemeinden waren von diesen Beschwerden betroffen und wie wurde darauf reagiert?

Seit Beginn der Arbeiten im Jahr 2023 sind auf dem gesamten Ausbaugebiet schätzungsweise 500 Beschwerden eingegangen, die sich nach Art der Beschwerde in etwa wie folgt aufteilen:

–    Beschwerden über Pflasterung/Teerung – Ausbesserungen – Aufschüttung: 60 %
–    Sauberkeit – Barrierefreiheit – Beschilderung: 20 %
–    Mängel bei der Verlegung: 10 %
–    Schäden: 5 %
–    Sonstiges: 5 %

Hierbei gilt festzuhalten, dass die allermeisten Beschwerden innerhalb weniger Tage behoben werden konnten und unter den gewöhnlichen Rahmen eines solch intensiven Ausbauprozesses fallen.

28.    In wie vielen Fällen mussten Bauarbeiten aufgrund von Mängeln nachgebessert oder gestoppt werden und in welchen Gemeinden sind diese Fälle aufgetreten?

Es wird aktuell keine Statistik geführt, die eine Antwort auf diese Frage ermöglicht. Generell kann man festhalten, dass es vor allem in den Gemeinden Kelmis und Eupen zu nennenswerten Baustopps seitens der Gemeinden gekommen ist.

29.    Welche Gemeinden mussten Personen abstellen oder auch einstellen, um die Bauarbeiten zu begleiten und wie oft ist der Umstand vorgekommen, dass Gemeinden die Bauarbeiten begleiten mussten?

Hierzu müsste man die Gemeinden im Einzelnen befragen. Unseres Wissens wurden keine neuen Personen eingestellt.

30.    Was ist das Aufgabenprofil der Person, die die Arbeiten koordinieren soll und inwieweit ist die Regierung mit der bisherigen Arbeit diesbezüglich zufrieden?

Wir haben zahlreiche Beschwerden im Umfeld von Baustellen zur Kenntnis nehmen müssen. Wir haben die Verantwortlichen der GoFiber AG mehrfach auf diese Missstände hingewiesen und Verbesserungen angemahnt. GoFiber hat darauf mit konkreten Maßnahmen reagiert, mit sichtbaren Erfolgen.

31.    Wie oft treffen sich die Gemeinden mit GOFiber und wie ist es zu erklären, dass die Gemeinde Raeren trotz der vorsätzlichen regelmäßigen Konsultation nicht weiß, wie der genaue Zeitplan in ihrer Gemeinde aussieht?

Auf operativer Ebene bestehen weiterhin regelmäßige Austausche (wöchentlich oder alle zwei Wochen, je nach Wunsch der jeweiligen Gemeinde). Bezüglich der Gemeinde Raeren siehe Antwort auf Frage 2 und 9.

32.    Gibt es auch andere Gemeinden, abseits von Amel, die aufgrund der Arbeiten von GOFiber mehr Geld für mögliche Asphaltierungsmaßnahmen in ihrem Haushalt eingetragen haben, welche wären das und wie hoch sind die vorgesehenen Summen?

Dazu liegen uns keine Angaben vor.

 

Zurück Drucken Teilen
Vue du parlement de la communauté germanophone de Belgique

Le Parlement

Le Parlement de la Communauté germanophone est un organe de décision souverain dans les domaines de compétence de la Communauté.

Visiter le Parlement

Vous êtes les bienvenus au Parlement de la Communauté germanophone ! De l'identité des Belges germanophones au fonctionnement de notre Parlement, vous en apprendrez beaucoup sur les Cantons de l'Est.

Visiter le Parlement

L'histoire du Parlement

Depuis sa fondation, le Parlement de la Communauté germanophone est devenu un acteur clé de la politique régionale et joue un rôle déterminant dans le développement de l'autonomie de la partie germanophone de la Belgique.

L'histoire du Parlement