Fragen und Antworten

Mündliche Frage Nr. 383

16. April 2026 – Frage von F. WERTZ an Herrn Minister FRANSSEN zum Raumbedarf der Autonomen Hochschule Ostbelgien (AHS)

Welcher Raumbedarf wurde für die AHS ermittelt?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht.


Frage von Frederik WERTZ (PFF), vom 16. April 2026:

Die Autonome Hochschule Ostbelgien (AHS) wächst. Wie dem Tätigkeitsbericht des vergangenen Jahres entnommen werden kann, hat die AHS im Studienjahr 2024-2025 einen Rekord ihrer Einschreibungen mit 313 Studierenden, verteilt auf die drei Fachbereiche und die verschiedenen Studienrichtungen, erreicht.

Neben der Nutzung der Unterrichtsräume durch die Studierenden und Dozierenden in diesen Studienrichtungen stellt die Hochschule ihre Räumlichkeiten unter anderem auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Weiterbildungskurse sowie dem externen Prüfungsausschuss und den Teilnehmern der CAP(+)-Kurse zur Verfügung. All diese Personen belegen im Tagesgeschäft der Autonomen Hochschule neben den Studierenden eine Vielzahl von Räumen.

Aufgrund der Dopplungen in manchen Jahrgängen sowie der Erweiterung des Studienangebots um den Bachelor in Sozialer Arbeit sowie den anstehenden Krankenpflegeassistenten werden die Verfügbarkeiten der Räume an der Autonomen Hochschule auch in Zukunft stark, wenn nicht sogar noch stärker, ausgereizt.

Ebenso bahnt sich eine weitere Herausforderung an, da die Reform des Grundschullehramtes ein viertes Jahr mit sich bringt, was wiederum einen Raum mehr beansprucht. Zwar werden die Theoriephasen an der Hochschule durch mehrwöchige Praxisphasen unterbrochen, sodass einige Studierende nicht durchgängig auf dem Campus sind, dennoch zeichnet sich eine akute Platzproblematik ab. Diese beeinflusst nicht nur die Unterrichtsorganisation im Allgemeinen, sondern auch die pädagogischen Anforderungen an moderne Hochschulbildung.
 
Hierzu meine Fragen an Sie:

1.    Welcher Raumbedarf wurde für die AHS ermittelt?
2.    Wie wird dafür Sorge getragen, dass sich der Raumbedarf auch zukünftig an den tatsächlichen Bedürfnissen der Studiengänge der AHS orientiert?
3.    Welche konkreten Lösungen für den Raumbedarf der AHS haben sich bis dato ergeben?


Antwort von Jérôme FRANSSEN (CSP), Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,
Sehr geehrter Herr Wertz,
Werte Kolleginnen und Kollegen,

Die positive Entwicklung der autonomen Hochschule Ostbelgien bedeutet gleichzeitig auch einen steigenden Raumbedarf. Steigende Studierendenzahlen, neue Studiengänge, Doppeljahrgänge und zusätzliche Weiterbildungsangebote sind Ausdruck der positiven Entwicklung wie auch des Raumbedarfs.

Um auch künftig bedarfsgerecht planen zu können, erfolgt die Planung

•    in enger Abstimmung mit der Hochschulleitung,
•    auf Basis realistischer Studierendenprognosen
•    und unter Berücksichtigung curricularer Reformen, etwa des vierjährigen Grundschullehreramts oder der Einführung des Studiengangs Soziale Arbeit.

Die Position der Regierung ist klar: Die AHS soll stets über ausreichend Raum verfügen. Dieser muss gleichzeitig auch effizient genutzt werden.  

Was konkrete Lösungen angeht, so wurden bereits mehrere Zwischenmaßnahmen umgesetzt:

•    optimierte Raumbelegung
•    Flexible Stundenplanung,
•    punktuelle Ausweichmöglichkeiten.

Der Standort Campus AHS war somit bislang ausreichend. Die Planung für das neue Studienjahr ist noch nicht abgeschlossen. Somit liegen uns keine belastbaren Zahlen vor. Uns ist aber bewusst, dass der jetzige Zustand künftig einer Erweiterung bedarf. 

Demnach wird eine dauerhafte Einbeziehung anderer Gebäude, die im Eigentum der Deutschsprachigen Gemeinschaft sind, zurzeit geprüft. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir eine Lösung für die AHS finden werden.
 
Etwaige Überlegungen und Anfragen werden, wie gesagt, aktuell geprüft, ich kann sie aber an dieser Stelle noch nicht vertiefen, sondern werde nach erfolgreichem Abschluss in Zusammenarbeit mit der Hochschulleitung gerne zu einem späteren Zeitpunkt diesen Ausschuss informieren.

 

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