Fragen und Antworten

Mündliche Frage Nr. 472

06. Oktober 2026 – Frage von Herr M. HOFFMANN an Herrn Minister FRECHES zur Sportentwicklungsstudie

Wie viele Personen haben jeweils an den bisher durchgeführten regionalen Workshops teilgenommen?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht.


Frage von Marco HOFFMANN (Vivant), vom 06. Oktober 2026:

Im Rahmen der Sportentwicklungsstudie wurden in den vergangenen Wochen regionale Workshops durchgeführt. Gleichzeitig laufen verschiedene Befragungen, deren Ergebnisse in die weitere Ausarbeitung der Studie einfließen sollen.

Da diese Ergebnisse später als Grundlage für konkrete Handlungsempfehlungen dienen sollen, ist aus meiner Sicht wichtig zu wissen, wie groß die bisherige Beteiligung tatsächlich war.

Daher meine Fragen:

1.    Wie viele Personen haben jeweils an den bisher durchgeführten regionalen Workshops teilgenommen?
2.    Wie hoch ist die bisherige Beteiligung bei den einzelnen Befragungen?
3.    Welche konkrete Rolle nimmt LOS bisher bei der Erarbeitung der Sportentwicklungsstudie ein?


Antwort von Gregor FRECHES (PFF), Minister für Kultur, Erwachsenenbildung, Tourismus, Denkmal- und Landschaftsschutz:

Sehr geehrte Frau Vorsitzende, liebe Kolleginnen und Kollegen, zum aktuellen Zeitpunkt haben drei der vier vorgesehenen regionalen Workshops im Rahmen der Sportentwicklungsstudie stattgefunden. Der letzte findet just gleich um 19.30 Uhr im Triangel für die Gemeinden St. Vith und Burg-Reuland statt. Die Beteiligung an diesen Workshops fiel unterschiedlich aus. In Eupen nahmen rund 20 Personen an den Diskussionen teil. In Bütgenbach und Kelmis beteiligten sich jeweils rund zehn Personen. Unabhängig von der Teilnehmerzahl konnten jedoch in allen Veranstaltungen wertvolle Hinweise, Erfahrungen und konkrete Anregungen gesammelt werden. Auch dank der Anwesenheit der politischen Vertreter der jeweiligen Gemeinde. Die Sportschöffen waren vor Ort, oder ließen sich vertreten. Ihre – und damit meine ich die Anwesenheit der zuständigen Schöffen - ihre aktive Zusammenarbeit unterstreicht noch einmal den Stellenwert dieser offenen Partizipationsveranstaltungen. Die Ergebnisse wurden durch das Institut für Sportstättenentwicklung dokumentiert und fließen unmittelbar in die weitere Bearbeitung der Sportentwicklungsstudie ein.

Zu Ihrer zweiten Frage bezüglich der Beteiligung an den verschiedenen Befragungen kann ich folgende Angaben machen: Parallel zu den Workshops wurden beziehungsweise werden insgesamt vier Befragungen durchgeführt, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten. Die Befragung der Sportfachverbände ist bereits abgeschlossen. Erfreulicherweise haben sich alle Sportfachverbände der Deutschsprachigen Gemeinschaft daran beteiligt. Die Auswertung der Ergebnisse läuft derzeit. Die Befragung der Sportvereine ist noch bis Mitte Oktober geöffnet. Aktuell haben rund 90 Vereine einen vollständig ausgefüllten Fragebogen eingereicht. Bei der Bevölkerungsbefragung liegen derzeit knapp 1.900 vollständig beantwortete Fragebögen von Personen über 18 Jahren vor. Zusätzlich läuft noch die Kinder- und Jugendbefragung, die über die Schulen organisiert wird. Hier haben bislang rund 1.200 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren teilgenommen. Insgesamt zeigt sich, dass insbesondere die Beteiligung der Bevölkerung und der jungen Menschen bereits eine breite Datengrundlage für die weitere Arbeit bietet. 

Gleichzeitig werden die laufenden Befragungen weiterhin aktiv beworben, um zusätzliche Rückmeldungen zu erhalten. Nach einer ersten Einschätzung des Instituts für Sportstättenentwicklung ist die Qualität der bisher erhobenen Daten als gut einzustufen. Das Institut, das auf umfangreiche Erfahrungen bei der Durchführung vergleichbarer Studien zurückgreifen kann, weist darauf hin, dass die Gewinnung von Teilnehmenden für Umfragen und Beteiligungsprozesse heute generell anspruchsvoller geworden ist. Entscheidend ist daher nicht allein die Zahl der Rückmeldungen, sondern auch deren Aussagekraft und Relevanz für die weitere Analyse.

Zu Ihrer dritten Frage hinsichtlich der Rolle des Leitverbands des ostbelgischen Sports, kurz LOS: Der LOS ist ein wichtiger Partner im Rahmen der Sportentwicklungsstudie. Er wurde vom Institut für Sportstättenentwicklung im Rahmen der Experteninterviews eingebunden und bringt dort seine fachliche Einschätzung zur Entwicklung des Sports in Ostbelgien ein. Darüber hinaus unterstützt der LOS die Kommunikation rund um die Studie. Über seine Netzwerke wurden die Sportfachverbände und Sportvereine über die verschiedenen Befragungen informiert und wiederholt zur Teilnahme eingeladen. Schließlich ist auch die Zusammenarbeit mit dem LOS selbst Gegenstand der Untersuchung. Im Rahmen der Befragungen werden Einschätzungen zur bestehenden Zusammenarbeit erhoben, um Stärken zu identifizieren und mögliche Entwicklungsperspektiven für die zukünftige Sportförderung in Ostbelgien aufzuzeigen. 

Insgesamt basiert die Sportentwicklungsstudie auf einer Kombination aus Befragungen, Workshops und Experteninterviews. Dadurch wird sichergestellt, dass die zukünftigen Handlungsempfehlungen auf einer möglichst breiten und fundierten Grundlage erarbeitet werden und die unterschiedlichen Perspektiven des ostbelgischen Sports angemessen berücksichtigt werden.

Zum Abschluss möchte ich nochmals alle Interessierten ermutigen, sich an der Umfrage zu beteiligen. Die Umfrage bleibt noch zwei Wochen lang zugänglich; die Links sind unter anderem über ostbelgienlive.be verfügbar. Im Anschluss werden wir das Parlament und die Öffentlichkeit, wie gewohnt, transparent über den weiteren Verlauf des Prozesses sowie über die Ergebnisse der Studie informieren.

Ich danke Ihnen.

 

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