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Fragen und Antworten

Mündliche Frage Nr. 869

2. Dezember 2021 – Frage von C. Servaty an Ministerin KLINKENBERG zu den Herausforderungen bei der Organisation des Schwimmunterrichts für die Schülerinnen und Schüler im Norden der DG

Wie erfolgreich ist die diesbezügliche Suche nach qualifiziertem Bademeisterpersonal bisher verlaufen?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. 

Frage von Charles Servaty (SP):

Am Mittwoch, den 17. November, schrieb das Grenz-Echo in Bezug auf den Schwimmunterricht für die Schülerinnen und Schüler im Norden der DG: „Schwimmen geplant, Bademeister gesucht“.
Konkret sahen sich die Schulen mit einem bedeutenden Problem konfrontiert. Im Zuge der Überschwemmungskatastrophe vom 14.-15. Juli 2021 wurde das Eupener Wetzlarbad nämlich so stark beschädigt, dass eine Nutzung dieses Schwimmbads für den Schwimmunterricht - jedenfalls für 2021 und 2022 - unmöglich ist. 
Aufgrund der hohen Bedeutung, die dem Schwimmunterricht im Hinblick auf die schulische, körperliche und gesundheitliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zukommt, haben die verschiedenen betroffenen Schulträger umgehend und gemeinsam mit den Verantwortlichen der DG nach Lösungen gesucht. 
So wurde inzwischen für den Schwimmunterricht ein alternatives Hallenbad gefunden. Es handelt sich um das Schwimmbad des Sport- und Freizeitzentrums Worriken in Bütgenbach, wobei die DG u.a. für die Kosten des Bustransports aufkommt.
Allerdings stellte sich über die zu findenden Schwimmhallenkapazitäten hinaus ein weiteres organisatorisches Problem.  Und zwar müssen für das Erteilen bzw. die Betreuung der besagten Schwimmunterrichtsstunden die entsprechenden personellen Ressourcen auf Ebene des Bademeisterpersonals gefunden werden. Eine Notwendigkeit, die angesichts der Anforderungen an sowohl die Qualität als auch die Sicherheit des Schwimmunterrichts auf der Hand liegt.
Dem Vernehmen hat bereits ein externer Bewerbungsaufruf für Bademeisterpersonal stattgefunden.  Auch über andere Wege werde nach geeigneten Kandidaten gesucht, die den Schwimmunterricht erteilen können; dabei ist ein entsprechender Befähigungsnachweis erforderlich.

Hierzu lauten meine Fragen:
-­ Wie erfolgreich ist die diesbezügliche Suche nach qualifiziertem Bademeisterpersonal bisher verlaufen?
­- Steht bereits fest, ob ab Januar 2022 der Schwimmunterricht für die betroffenen Schulen aus dem Norden der DG in der angedachten Form in Worriken/Bütgenbach erteilt werden kann?
­- Falls nicht: Welche Hürden gilt es diesbezüglich noch aus dem Weg zu räumen?


Antwort von Lydia Klinkenberg (ProDG), Ministerin für Unterricht, Ausbildung, Kinderbetreuung und Erwachsenenbildung:

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

die Organisation des Schwimmunterrichts in Worriken für die Schüler aus dem Norden der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist in der Tat mit einigen Herausforderungen verbunden.

Nachdem die zur Verfügung stehenden Kapazitäten an Schwimmstunden auf der Grundlage der Schülerzahlen auf die einzelnen Schulen verteilt und ein Beförderungsplan erstellt werden konnte, wurden die Busfahrten für den Schwimmunterricht ausgeschrieben. Die Ausschreibung ging gestern zu Ende. Bislang konnten nicht alle vorliegenden Angebote vollständig ausgewertet werden, aber es ging für jedes ausgeschriebene Los, d.h. für jede Fahrt, mindestens ein Angebot ein. Daher bin ich zuversichtlich, dass alle Fahrten gewährleistet werden können.In Bezug auf die Schwimmlehrer und Bademeister ist die Situation je Schule unterschiedlich. Einige Schulen können selbst Personal bereitstellen – beispielsweise einen oder mehrere Sportlehrer, die im Besitz der erforderlichen Qualifikation sind. Bei anderen Schulen ist dies aus organisatorischen und personellen Gründen nicht möglich. 

Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen im Unterrichtswesen nimmt das Sport- und Freizeitzentrum Worriken bis zu den Karnevalsferien keine Schülergruppen mit Übernachtung an. Aus diesem Grund verfügt Worriken voraussichtlich über ausreichende Personalkapazitäten, um den Schwimmunterricht und die Badeaufsicht bis zu den Karnevalsferien zu gewährleisten. Die finalen Absprachen für die Zeit vom 10. Januar 2022 bis zu den Karnevalsferien werden in den kommenden Tagen getroffen.

In welchem Umfang Worriken auch nach den Karnevalsferien Personal für die Organisation des Schwimmunterrichts zur Verfügung stellen kann, hängt von der Entwicklung der Pandemie und den Aktivitäten ab, die Worriken unter Berücksichtigung der Corona-Maßnahmen anbieten kann.

Die Planungen für die Zeit nach den Karnevalsferien können derzeit noch nicht finalisiert werden. Die Unterrichtsverwaltung steht in Kontakt zu anderen interessierten Personen, die den Schwimmunterricht erteilen oder die Badeaufsicht gewährleisten könnten, falls Worriken nach Karneval weniger oder kein Personal zur Verfügung stellen kann.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

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