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Ausschuss III für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung

Ausschuss III besucht das ZAWM Eupen

Am 29. Januar 2026 besuchte der Ausschuss III für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung das Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstands (ZAWM) in Eupen. Nach einer Führung durch verschiedene Ausbildungswerkstätten stellte die Direktorin den Ausschussmitgliedern zentrale Entwicklungen im Bereich der dualen Ausbildung vor.

Ausschuss III besucht das ZAWM Eupen

Das ZAWM beschäftigt rund 50 festangestellte Mitarbeiter. Hinzu kommen etwa 120 externe Lehrkräfte in der Lehrlingsausbildung sowie rund 70 in Meister- und Bachelorprogrammen. Diese Dozenten sind bewusst „vom Terrain“: Sie arbeiten hauptberuflich in Betrieben und bringen so aktuelles Praxiswissen in den Unterricht ein. Da viele von ihnen keine pädagogische Ausbildung besitzen, setzt das ZAWM – begleitet vom IAWM als Aufsichtsbehörde – verstärkt auf Professionalisierung.
Ein zentrales Element ist das neue pädagogische Konzept, das Unterrichtsqualität, Planungssicherheit und Kompetenzorientierung stärken soll. Mit dem Qualifizierungsprogramm Train the Trainer erhalten Lehrkräfte künftig ein modular aufgebautes Angebot zu Didaktik, Kommunikation, Präsentation und Unterrichtsplanung. Dieses Format soll langfristig die klassische CAP-Lehrbefähigung ersetzen, die für nebenberufliche Ausbilder zeitlich kaum zu bewältigen wäre.
Auch organisatorisch ist das ZAWM im Wandel: Seit der Fusion der Standorte Eupen und St. Vith im Jahr 2021 werden Abläufe schrittweise vereinheitlicht. Parallel entsteht – u. a. durch Workshops mit externen Experten – ein gemeinsames Leitbild, ein neues sozialpädagogisches Betreuungskonzept sowie ein schulübergreifendes Leistungsermittlungs- und Bewertungssystem. Für beide Standorte wird zudem ein harmonisiertes Konzept der Lehrlingsbetreuung entwickelt.
Um die Zusammenarbeit von ZAWM und IAWM für Auszubildende, Betriebe und Öffentlichkeit transparenter zu gestalten, arbeiten beide Institutionen an einem gemeinsamen Außenauftritt mit einheitlicher Anlaufstelle. Denn häufig werden Anfragen derzeit noch an die falsche Stelle gerichtet.
Der Besuch verdeutlichte, wie umfassend das ZAWM die duale Ausbildung weiterentwickelt – personell, konzeptionell und strukturell – um den steigenden Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt gerecht zu werden.

 

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