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Ausschuss III für Unterricht, Ausbildung und Erwachsenenbildung

Neue Pädagogik am Königlichen Athenäum St. Vith

Der Ausschuss III besuchte am 26. April 2019 das Königliche Athenäum St. Vith. Dort stellten drei Schüler und die Schulleitung den Ausschussmitgliedern die Prinzipien der neuen Pädagogik theoretisch und praktisch vor.

Neue Pädagogik am Königlichen Athenäum St. Vith

Diese neue Pädagogik beruht auf drei Säulen: Es gibt Lernbüros, in denen die Schüler lernen, sich eigenverantwortlich zu organisieren. Sie müssen nämlich selbst entscheiden, welche Themen („Bausteine“) sie zu welchem Zeitpunkt in den Fächern Deutsch, Mathematik, Geschichte, Natur und Erdkunde bearbeiten. Dabei werden sie von Tutoren individuell begleitet, müssen sich das fachbezogene Wissen aber selbstständig erarbeiten. Am Ende eines von ihnen selbst bestimmten Zeitraums müssen sie zu jedem bearbeiteten Baustein eine Klassenarbeit schreiben. Dabei müssen sie natürlich darauf achten, dass sie zum

Abschluss des Semesters alle Bausteine erarbeitet und alle Klassenarbeiten geschrieben haben.
Beim Projektlernen haben die Schüler die Möglichkeit, sich in Kleingruppen einem bestimmten Thema zu nähern. Dabei müssen sie sich die Inhalte selbst erarbeiten, indem sie Forscherfragen entwickeln und dann die entsprechenden Recherchen durchführen. So werden neben fachlichen und Handlungskompetenzen auch Kompetenzen wie Teamarbeit und Konfliktfähigkeit gefördert. Nach zwei Monaten müssen die Schüler der Klasse ihre Ergebnisse in Form eines Vortrags, eines Films, eines Plakats oder in ähnlicher Weise vorstellen.

Außerdem werden Module und Workshops in den unterschiedlichsten Bereichen angeboten. Die Schüler können dort Neues ausprobieren oder bestehende Fertigkeiten vertiefen. Angeboten werden Module in den Bereichen Spaß am Lesen, Reparaturwerkstatt, Tanz, Musik, Kunst, Sport, Informatik, Schach und vieles mehr. Diese Module bieten ein erlebnisorientiertes Lernen in altersgemischten Gruppen.
Der wesentliche Ansatz der neuen Pädagogik ist es, die Schüler nicht in ein Schema zu pressen, sondern ihre individuellen Potenziale auszuschöpfen. Dies erfordert auch ein Umdenken beim Lehrer, der den Schülern nun viel mehr Raum für Selbstverantwortung bieten muss.
 

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