Mündliche Frage Nr. 482 08. Oktober 2026 – Frage von Herr F. WERTZ an Herrn Minister FRANSSEN zur Nutzung der Angebote von „Wirtschaft macht Schule“ Welche Zahlen liegen der Regierung zur Inanspruchnahme der Angebote von „Wirtschaft macht Schule“ im vergangenen Schuljahr vor? Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. Frage von Frederik WERTZ (PFF), vom 08. Oktober 2026: Seit November 2025 verantwortet der Studienkreis Schule und Wirtschaft die Tätigkeiten von „Wirtschaft macht Schule“. Seit fast einem Jahr liegen somit alle wirtschaftsbezogenen Bildungsmaßnahmen an der Schnittstelle zwischen dem Bildungs- und Beschäftigungssystem in Ostbelgien, gebündelt beim Studienkreis. Mit der Übernahme hat sich der Ansprechpartner geändert, aber nicht die Vision und die Grundprinzipien, die dem Programm „Wirtschaft macht Schule“ zugrunde liegen. Der Studienkreis setzt sich seit seiner Gründung für die Förderung von unternehmerischem Denken, der Berufsorientierung sowie Lebenskompetenzen ein, die junge Menschen auf ihrem Weg in die Zukunft benötigen. Somit fügt sich die Zielsetzung, mit der die Angebote von „Wirtschaft macht Schule“ ins Leben gerufen wurden, nahtlos in die Ausrichtung des Studienkreises ein. Die Angebote fördern die Talente unserer Schülerinnen und Schüler und vermitteln alltagsrelevante Inhalte, deren Bedeutung und Integration in den Schulen wir als PFF in unseren Interventionen immer wieder hervorheben. Vor dem Hintergrund, dass „Wirtschaft macht Schule“ einen bedeutenden Hebel bei der beruflichen Orientierung in unseren Schulen darstellt, möchte ich Ihnen zum Beginn des neuen Schuljahres und somit der Neuauflage des Programms folgende Fragen stellen: 1. Welche Zahlen liegen der Regierung zur Inanspruchnahme der Angebote von „Wirtschaft macht Schule“ im vergangenen Schuljahr vor? 2. Inwiefern hat es Veränderungen in der Bewerbung des Angebots seit der Übernahme durch den Studienkreis Schule & Wirtschaft gegeben? 3. Wie bewerten Sie, Herr Minister, die Angebote von „Wirtschaft macht Schule“ im Kontext der Zielsetzung der Regierung, die Berufsorientierung zu stärken und dem Arbeits- und Fachkräftemangel entschieden entgegenzuwirken? Antwort von Jérôme FRANSSEN (CSP), Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung: Sehr geehrte Frau Vorsitzende, Sehr geehrter Herr Wertz, Werte Kolleginnen und Kollegen, die Bilanz von „Wirtschaft macht Schule“, wir sprechen heute vom „Angebot des Studienkreises Schule und Wirtschaft“, zeigt deutlich, wie wichtig und erfolgreich die Verbindung zwischen Schule und Arbeitswelt in Ostbelgien ist. Seit der Übernahme durch den Studienkreis Schule & Wirtschaft im November 2025 konnten innerhalb von nur acht Monaten mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler mit den verschiedenen Projekten und Angeboten erreicht werden. Eine statistische Auflistung sprengt den Rahmen der heutigen Regierungskontrolle, kann aber übermittelt werden. Die steigende Resonanz zeigt das große Interesse der Schulen, der Jugendlichen und auch der Unternehmen an einer praxisnahen Berufsorientierung. Der Studienkreis hat die bestehenden Angebote nicht nur fortgeführt, sondern ihre Sichtbarkeit und Reichweite gezielt ausgebaut. Die Projekte werden heute über zahlreiche Kanäle beworben: über soziale Medien, regionale Medien, direkte Informationsschreiben an Schulen, persönliche Treffen mit Schulleitungen sowie über die enge Zusammenarbeit mit Gemeinden, Eltern, Unternehmen und Wirtschaftsverbänden. Hinzu kommt eine neue, benutzerfreundliche Internetseite, die den Zugang zu den Angeboten erleichtert. Ziel ist es, möglichst viele junge Menschen und ihre Begleiter zu erreichen und ihnen die Chancen und Perspektiven unserer regionalen Wirtschaft aufzuzeigen. Besonders wichtig ist dabei der Beitrag zur Berufsorientierung und zur Fachkräftesicherung. Junge Menschen brauchen die Möglichkeit, Berufe nicht nur aus Büchern oder Präsentationen kennenzulernen, sondern sie direkt zu erleben. Genau das leisten die Projekte des Studienkreises. Sie bringen Schülerinnen und Schüler mit Unternehmen zusammen, ermöglichen Einblicke in Betriebe und Ausbildungswege und helfen dabei, eigene Interessen und Talente zu entdecken. Berufsorientierung wird dabei nicht als einmalige Veranstaltung verstanden, sondern als ein Prozess, der Kinder und Jugendliche über mehrere Schuljahre begleitet. Gleichzeitig vermitteln die Angebote wichtige Zukunftskompetenzen wie Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, Kreativität und unternehmerisches Denken. Sie machen die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten in Ostbelgien sichtbar und stärken die Verbindung zwischen Bildung und Wirtschaft. Davon profitieren alle: die Jugendlichen, die Eltern und die Unternehmen, die frühzeitig mit potenziellen Fachkräften in Kontakt kommen. Mein Fazit fällt daher sehr positiv aus: Die Angebotspalette des Studienkreises Schule & Wirtschaft ist ein wichtiger Baustein unserer Strategie zur Stärkung der Berufsorientierung. Die Angebote schaffen Perspektiven für junge Menschen, fördern ihre Entwicklung und tragen gleichzeitig dazu bei, den Fachkräftebedarf unserer Region langfristig zu sichern.
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