Mündliche Frage Nr. 411 08. Juni 2026 – Frage von Herr M. BALTER an Herrn Ministerpräsident PAASCH zum aktuellen Stand rund um die Eyneburg Wie ist der aktuelle Stand der Zusammenarbeit mit dem Investor? Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. Frage von Michael BALTER (Vivant), vom 08. Juni 2026: In Ihrer Antwort vom 6. Oktober 2025 während der Regierungskontrolle stellten Sie klar, dass noch kein rechtswirksamer Konzessionsvertrag abgeschlossen sei. Die Finalisierung setze architektonische Vorstudien voraus. Diese sollten im ersten Halbjahr 2026 erfolgen. Erst danach könne ein Vertrag abgeschlossen werden. Inzwischen wurden erste Sicherungsarbeiten beendet. Die Arbeiten seien im Zeit- und Kostenrahmen erfolgt. Zugleich erklärte Bürgermeister Daniel Hilligsmann, Vorsitzender der Eyne GmbH, es habe sich nur um eine erste Phase gehandelt. Es bleibe viel zu tun. Erste Studien des Atelier phi sollten bis zum Sommer vorliegen. Im Kelmiser Gemeinderat wurde Ende Mai erneut nach dem Stand gefragt. Herr Hilligsmann verwies auf die DG. Die Eyneburg sei ausschließliches Eigentum der DG. Fragen zu Investitionen und künftiger Nutzung seien Sache der DG und ihres Parlaments. Wörtlich erklärte er: „Wir sind bis auf Weiteres nicht dafür zuständig, die Arbeiten rund um die Eyneburg zu kontrollieren.“ Damit liegt die Verantwortung bei der Regierung. Zugleich bleiben zentrale Fragen offen. Anfang 2024 wurde Jean-Paul Biltiau als Investor vorgestellt. Damals war von Restaurant, Führungen, Mittelaltermärkten, Übernachtungen, Micro-Brauerei und zehn Escape Rooms die Rede. Genannt wurden 50.000 Besucher pro Jahr und 40 neue Arbeitsplätze. Über das Finanzierungskonzept wurde seitdem jedoch wenig bekannt. Hierzu meine Fragen an Sie: 1. Wie ist der aktuelle Stand der Zusammenarbeit mit dem Investor? 2. Welche Gesamtkosten sind für die öffentliche Hand seit dem Ankauf der Eyneburg aufgelaufen? 3. Welcher verbindliche Zeitplan liegt für das Projekt Eyneburg derzeit vor? Antwort von Oliver PAASCH (ProDG), Ministerpräsident Wie bereits mehrfach dargelegt, wurde die Eyneburg Anfang 2023 zum Enteignungspreis angekauft, um das wertvolle historische Denkmal vor dem endgültigen Verfall zu bewahren. Nach der Erstellung eines umfangreichen Statikgutachtens wurde das Konsortium „Bureau d’études Greisch - Atelier Moneo“ mit der Vorbereitung dringender Sicherungsmaßnahmen beauftragt. Am 9. Juli 2025 wurde daraufhin nach öffentlicher Ausschreibung ein Bauauftrag an das Unternehmen RC Reno aus Ciney zwecks Umsetzung der dringenden Sicherungsarbeiten vergeben. Am 3. April 2026 konnten die dringenden Sicherungsmaßnahmen an der Eyneburg erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt wurde diese Sicherungsphase zu einem Kostenpunkt von 414.663,61 EUR bewältigt, also weniger als das ursprünglich anberaumte Budget. Am 2. Februar 2026 wurde weiterführend das Architektenbüro Atelier phi srl aus Sprimont mit der Durchführung von Studien mit Blick auf die umfassende Renovierung der Burg beauftragt. Die entsprechenden Arbeiten laufen. Erste Resultate sollen in der Tat im Laufe des Sommers vorgelegt werden. Eyne GmbH und Architekten stehen diesbezüglich im engen Austausch. Anschließend muss in Absprache mit dem externen Investor verbindlich festgelegt werden, welche Teilinvestitionen vonseiten der Eyne GmbH und welche anderen Teilinvestitionen wiederum vonseiten des Investors zu tätigen sein werden. Auf dieser Basis soll ein Konzessionsvertrag ausgehandelt werden, der die Rechte und Pflichten von Eigentümer und Konzessionär langfristig festlegt. Die Vorbereitungen rund um Renovierung und Konzessionsvertrag sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 wesentlich vorangetrieben werden.
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