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Fragen und Antworten

Mündliche Frage Nr. 1493

7. November 2023 – Frage von G. Freches an Ministerin Weykmans zum Thema Schülerassistenten

Könnten Sie bitte näher erläutern, welche konkreten Aufgaben diese Schülerassistenten in den Schulen und Sportvereinen übernehmen?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. 
 
Frage von Gregor Freches (PFF): 
 
Ende Oktober haben Sie in einem Ihrer Beiträge den erfolgreichen Abschluss von rund 60 Schülerassistenten aus 11 verschiedenen Schulen bekannt gegeben.
Diese haben ihre Ausbildung im Rahmen des Projekts „Fitte/Topfitte Schule 2.0“ abgeschlossen. Es ist beeindruckend zu hören, dass diese engagierten jungen Menschen Bewegungsangebote eigenständig organisiert haben und wertvolle pädagogische Fähigkeiten entwickelt haben.
Es war auch sehr erfreulich zu hören, dass diese Ausbildung vollständig von der Deutschsprachigen Gemeinschaft übernommen wurde, indem sie für die Ausgebildeten kostenlos war.
 
In Ihrer Publikation haben Sie auch einige der Aufgaben und Funktionen erwähnt, die Schülerassistenten übernehmen.
 
Werte Frau Ministerin, erlauben Sie mir, Ihnen die folgenden Fragen zu stellen:
1. Könnten Sie bitte näher erläutern, welche konkreten Aufgaben diese Schülerassistenten in den Schulen und Sportvereinen übernehmen?
2. Wie ist der Aufruf zur Bewerbung für die Ausbildung abgelaufen? Gab es bestimmte Kriterien, die die Personen erfüllen mussten, um an diesem Programm teilnehmen zu können?
 
 
Antwort von Isabelle Weykmans (PFF), Ministerin für Kultur, Beschäftigung, Wirtschaftsförderung und ländliche Entwicklung:
 
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
Werte Kolleginnen und Kollegen,
 
Es hat mich sehr gefreut, dass am 20. Oktober 2023 rund 60 motivierte Primarschülerinnen und -schüler bei der Abschlussveranstaltung der Schülerassistentenausbildung ihre Schülerausweise in Empfang nehmen konnten. Ich bin überzeugt von der besonderen Effizienz dieses Projektes und wie ich es bei der Abschlussveranstaltung bemerkt habe, würde es das Projekt nicht geben, müssten wir es erfinden.
 
In diesem Schuljahr war die bereits zum siebten Mal durch den Fachbereich Sport, Medien und Tourismus organisierte Schülerassistentenausbildung effektiv restlos ausgebucht.
Die Fünft- und Sechstklässler aus 11 Primarschulen konnten in einer 20-stündigen Ausbildung Kompetenzen in methodisch-didaktischen Grundprinzipien, im Umgang und Einsatz von Sportmaterial, in erster Hilfe und Streitschlichtung aber auch in Themen wie Fairplay und Inklusion erlangen.
 
In den Schulen beginnt nun die praktische Umsetzung des Projektes. Die Schülerinnen und Schüler werden verantwortlich sein für die Ausleihe von Sportmaterial aus einer Spielekiste, sie werden in den Pausen Sportspiele und Sportaktivitäten animieren, schulinterne Turniere organisieren, sie werden als Schiedsrichter tätig sein, den Sportlehrer beispielsweise bei der Organisation von zusätzlichen Sportateliers unterstützen oder für bestimmte Aufgaben im Rahmen des Sportunterrichts mit einbezogen. 
Die Schülerinnen und Schüler haben durch die Ausbildung erste Kompetenzen im Bereich der Animation von Kindern und Jugendlichen erlangt, die sie auch in ihren Sportvereinen gewinnbringend einsetzen können. Dieser erste Grundstein in Form der Schülerassistentenausbildung und die Erfahrungen aus ihrer Tätigkeit, kann für einige der Kinder und Jugendlichen in den nächsten Jahren dazu führen in eine Breitensport- oder Trainerausbildung einzusteigen und sich weiter für eine Sportart und einen Verein zu engagieren.
 
Die Bewerbungsmodalitäten für die Ausbildung werden im jährlich erscheinenden Schulsportprogramm veröffentlicht, das allen Schulen, Sportlehrern und Sportverantwortlichen im Monat Juli zugesandt wird und auch auf der Webseite ostbelgiensport.be stets abrufbar ist. 
 
Pro Schule können sich 5 Schülerinnen oder Schüler für die Ausbildung melden, die genauen Kriterien kann dabei die einzelne Schule bzw. der Sportlehrer oder die Sportlehrerin in Absprache mit der Klassenleitung festlegen. 
 
Insgesamt stehen für die Schülerassistentenausbildung 60 Plätze zur Verfügung. Da das Interesse in den einzelnen Schulen teilweise sehr groß ist, kann innerhalb der betroffenen Klassen ein Bewerbungsaufruf gestartet werden. Die Auswahl wird dann von der Sportlehrerin oder dem Sportlehrer in Absprache mit der Klassenleitung und der Schulleitung getroffen. Dabei werden nicht nur Kompetenzen und Fähigkeiten im sportlichen, sondern auch im sozialen Bereich berücksichtigt. Manchmal ist die Teilnahme an der Ausbildung gerade für ängstlichere Schülerinnen und Schüler eine gute Möglichkeit Selbstvertrauen aufzubauen und bestimmte Kompetenzen zu entwickeln. 
 
Die Teilnahme an der Schülerassistentenausbildung ist eine Voraussetzung um „topfitte Schule“ zu werden im Rahmen der Teilnahme am Projekt „Fitte Schule 2.0“ zu dem sich in diesem Schuljahr bereits 14 Schulen angemeldet haben.
 
 
 
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