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Fragen und Antworten

Mündliche Frage Nr. 1220

19. Januar 2023 – Frage von A. Jerusalem an Ministerin KLINKENBERG zum Institut für Schulentwicklung in Ostbelgien

Wie sieht die Arbeit bezüglich dieses Instituts aktuell aus?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. 

Frage von Andreas Jerusalem (Ecolo):

Das VDI Technologiezentrum verfasste auf Grundlage der Online-Umfrage zum ostbelgischen Bildungssystem bei der gesamten Bevölkerung der Deutschsprachigen Gemeinschaft einen Bericht. Das erhobene Meinungsbild bezieht sich dabei nicht allein auf den Status-Quo. Vielmehr werden Handlungsfelder aufgezeigt, in denen konkrete Handlungsoptionen vorgeschlagen werden.
Im Bericht werden zusätzlich verschiedene Initiativen erwähnt, die auf den Weg gebracht worden sind bzw. sich in der konkreten Planung befinden, um wichtige Umsetzungsschritte vorzunehmen.
Unter anderem wird die Gründung eines Instituts für Schulentwicklung in Ostbelgien (ISEO) genannt, welches die Zusammenarbeit der verschiedenen Dienste, welche die Schulentwicklung unterstützen, gruppieren soll. 

Unsere Frage dazu, werte Ministerin, lautet: 
Wie sieht die Arbeit bezüglich dieses Instituts aktuell aus? 


Antwort von Lydia Klinkenberg (ProDG), Ministerin für Unterricht, Ausbildung, Kinderbetreuung und Erwachsenenbildung:

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

die Schaffung eines Instituts für Schulentwicklung, das alle unterstützenden Dienste im Unterrichtswesen umfasst, ist ein Projekt, das die Regierung bereits vor einiger Zeit ins laufende Arbeitsprogramm aufgenommen hat mit dem Ziel, die verschiedenen Dienste, die den Bildungsreinrichtungen zur Schulentwicklung zur Verfügung stehen, zu gruppieren und unter einem Dach zu vereinen, damit die Unterrichts- und Schulqualität verbessert wird, mehr Synergien und Kohärenz zwischen den Angeboten geschaffen und den Schulen aufeinander abgestimmte Unterstützungsangebote unterbreitet werden.
Als Vorhaben der Regierung wurde das Projekt auch Gegenstand der verschiedenen Berichte, die im Rahmen der Diagnosephase zur Entwicklung einer Gesamtvision erstellt wurden. Bekanntlich haben verschiedene Experten in der Diagnosephase die Stärken und Schwächen des aktuellen Bildungssystems analysiert und Handlungsfelder und Entwicklungspotenziale aufgezeigt. In ihren Empfehlungen unterstützen das VDI-Technologiezentrum, die OECD und die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik das Vorhaben. 

Die Regierung befürwortet folglich weiterhin die Schaffung einer solchen Einrichtung im Rahmen der Gesamtvision. 
Wie Sie wissen, sieht das Projektmanagement zur Gesamtvision vor, dass im Laufe dieses Kalenderjahres – basierend auf der Vision – ein Katalog mit Maßnahmen erstellt wird, die zur Erreichung der Vision beitragen. 

In der Zwischenzeit arbeiten wir bereits an einer verstärkten Vernetzung der Unterstützungsangebote von Schulentwicklungsberatung, externer Evaluation, Kompetenzzentrum, Fachberatungen der Primar- und Sekundarschulen und Bildungsforschung. Unter Einbindung der Schulinspektion, Kaleido Ostbelgien und der Autonomen Hochschule findet diese Vernetzungsarbeit in der Praxis bereits zunehmend statt. Durch regelmäßige Versammlungen bzw. Arbeitssitzungen mit gezieltem Austausch zwischen den einzelnen Institutionen wird das Ziel verfolgt, die Arbeitsweise zu optimieren. Durch diese verstärkte Kooperation sollen Schulen, Schulleitungen und Lehrkräfte bestmöglich unterstützt und begleitet werden, bis die Dienste unter einem Dach vereint sind.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

 

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