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Fragen und Antworten

Schriftliche Frage Nr. 259

16. Juni 2022 – Frage von D. Stiel an Herrn Minister Antoniadis zum Thema „Positive Covid19-Tests in Seniorenheimen der DG“

Wie hoch ist die Anzahl der Bewohner in den verschiedenen Seniorenheimen der DG, die seit Anfang April 2022 positiv auf Covid19 getestet wurden? Ich bitte um die Angaben pro Seniorenheim.

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. 

Frage von Diana Stiel (Vivant) vom 9. Mai 2022:

Laut Website des Josephsheim Eupen, Stand 20.04.2022, gab es dort in den vorherigen 2 Wochen mehrere Bewohner auf drei Wohnbereichen, die positiv auf Covid19 getestet wurden.* Den Bewohnern gehe es den Umständen entsprechend gut, so das Josephsheim. Bei der Durchführung von Tests bei den anderen Bewohnern dieser Wohnbereiche seien drei weitere Personen positiv getestet worden.
Auch wurde uns berichtet, dass es zeitgleich in der Residenz Leonie in Kelmis zahlreiche positiv getestete Bewohner gegeben habe, was in Kalenderwoche 15 die Schließung von zwei Flügeln zur Folge gehabt habe.

Meine Fragen an Sie in Ihrer Funktion als Gesundheitsminister, der für die Prävention zuständig ist:
1. Wie hoch ist die Anzahl der Bewohner in den verschiedenen Seniorenheimen der DG, die seit Anfang April 2022 positiv auf Covid19 getestet wurden?
Ich bitte um die Angaben pro Seniorenheim.
2. Bitte präzisieren Sie den genauen Status, d. h. ob es sich dabei um Menschen mit nur einer, zwei oder drei Impfdosen handelt?

Antwort von Antonios Antoniadis (SP), Minister für Gesundheit und Soziales:

Uns sind durch die Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Gesundheit und Senioren des Ministeriums und den Direktionen der Wohn- und Pflegezentren (WPZS) nur in Cluster-Situationen genauere Zahlen bekannt, jedoch nicht im Falle von sporadisch auftretenden Einzelsituationen. Wir verfügen somit nicht über alle Zahlen, um Ihre Frage beantworten zu können.
Darüber hinaus sind wir nicht befugt, diesbezügliche Auskünfte zu geben. Mit diesen beiden Fragen müssten Sie sich direkt an die jeweiligen Wohn- und Pflegeheime für Senioren wenden.
Wichtig ist, dass die Übertragungsketten schnellstmöglich unterbrochen werden und dass die Impfung gegen COVID-19 vor schwerwiegenden Verläufen einer möglichen Erkrankung schützt.
Zur Erinnerung: Eine Impfung schützt nicht vor einer Ansteckung. Durch eine Impfung wird der Körper angeregt, einen Immunschutz aufzubauen, der im Falle einer Ansteckung sofort gegen das Virus angehen kann. Oft so gut, dass der Mensch selbst gar nicht erst erkrankt, obwohl er sich angesteckt hat.
Dadurch entstehen Situationen, in denen Menschen positiv auf COVID-19 getestet werden, obwohl sie nicht krank sind. Eine gleiche Situation kann nach einer Erkrankung an COVID-19 entstehen.
Von daher stellt sich die Frage des Mehrwerts einer Beantwortung der beiden Fragen, da es keine offensichtliche Verbindung zwischen einer Anzahl von Kontaminationen mit dem COVID-19-Virus in Relation im einem Impfstatus gibt.
Eine Auflistung von Situationen pro Wohn- und Pflegezentrum könnte des Weiteren zu absolut falschen, irreführenden und verwirrenden Vergleichen führen.

* Siehe Anlage: WPZS.pdf

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