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Fragen und Antworten

Mündliche Frage Nr. 841

10. November 2021 – Frage von J. Huppertz an Minister Antoniadis zur Testkapazität in der DG und Kostenerstattung von Corona-Tests bei Kindern

Ist es tatsächlich zu den beschriebenen unzureichenden Testkapazitäten gekommen, so dass Schulkinder in den von Kaleido genannten Testzentren nicht zeitnah getestet werden konnten?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. 

Frage von Jolyn Huppertz (CSP):

Dem Vernehmen nach konnten Corona-Tests bei Schulkindern in der DG zumindest im Einzelfall nicht so zügig wie die Kaleido-Verordnung  es vorgibt, durchgeführt werden, weil es an Testkapazitäten fehlte.
Als Alternativen wurden Stellen u.a. in Andrimont oder Malmedy empfohlen, die noch Testkapazitäten frei hatten. 
Ferner werden bei manchen Testzentren Kosten bis zu 120 Euro erhoben, damit Eltern die Testergebnisse (vor den Ferien bzw. vor Abreise in den Urlaub) schneller erhielten.
Aufgrund der fehlenden Kapazitäten werden die Testzentren in Deutschland bei Familien in Ostbelgien als Alternative wahrgenommen.
Auf die Frage, ob Kosten der in Deutschland durchgeführten Tests bei Schulkindern aus Ostbelgien, erstattet werden, erklärte die Krankenkasse den Eltern, dass diese Frage seitens des Ministeriums, resp. der Regierung, noch beantwortet werden müsse.

Dazu meine Fragen:
-­ Ist es Tatsächlich zu den beschriebenen unzureichenden Testkapazitäten gekommen, so dass Schulkinder in den von Kaleido genannten Testzentren nicht zeitnah getestet werden konnten?
­- Wie hat sich die Situation ggf. weiterentwickelt?
­- Inwiefern werden verordnete Tests im In- und Ausland kostenmäßig erstattet? 

Antwort von Antonios Antoniadis (SP), Minister für Gesundheit und Soziales:

Ich kann bestätigen, dass es allgemein an Testkapazitäten mangelt. Das liegt an den fehlenden Personalressourcen in den Testzentren der Krankenhäuser oder der Ärztekreise im Land. 
Dieses Problem besteht leider nicht nur, wie von Ihnen genannt, bei Schulkindern und auch nicht nur in Ostbelgien.

Ich hatte bereits vor genau einem Jahr den Föderalstaat mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass die Teststrategie zwar auf einen hohen Grad an Sicherheit setzt, man aber bei steigenden Inzidenzen Engpässe haben wird. Dies ist leider der Fall.
Dieses Mal gilt das aber nicht nur für die Auswertung der Ergebnisse, sondern auch für die Abstriche vor Ort. 
Die anhaltende Belastung durch Corona-Patienten in den Krankenhäusern führt zu krankheitsbedingten Abwesenheiten des Personals oder die Kündigung.
Es wird aktuell an Lösungen gearbeitet.
In Ostbelgien hat die Klinik St. Josef eine Interimskraft eingestellt, um die Testzeiten im Drive-In zu erweitern. 
Auch im Norden der DG wurden die Testzeiten erweitert.
Dennoch werden auch diese Kapazitäten schnell erschöpft sein, wenn die Fallzahlen weiter ansteigen.

Wenn es für eine Person keine Testungsmöglichkeit gibt, muss diese eine Quarantäne von 10 Tagen einhalten. 
Was die Kostenrückerstattung der Tests angeht, so ist der Föderalstaat dafür zuständig. Diese erfolgt über die Krankenkassen. Weshalb man bei der Krankenkasse laut Ihrer Information an uns verwiesen hat, kann ich nicht erklären. Wir werden der Sache nachgehen.

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