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Matinee im Parlament

Alle Infos zur Matinee am 22. November finden Sie hier…

Zum Vortrag: 
Als kleines Gebiet im Herzen Europas spiegelt unsere Region in ihrem eigenen Maßstab die großen Umwälzungen der europäischen Geschichte wider. Das Schicksal der jüdischen Bevölkerung, die hier gelebt hat oder auf der Durchreise war, ist dafür ein besonders aufschlussreiches Beispiel. Von den ersten belegten Anwesenheiten im Rheinraum in der Spätantike über Zeiten des Zusammenlebens, mittelalterliche Verfolgungen, Vertreibungen, Migrationen bis hin zu den Flüchtlingen vor dem Nationalsozialismus, den Kindertransporten von Herbesthal und der Shoah – die hier erlebten Ereignisse spiegeln jene ganz Europas wider. Anhand individueller Schicksale, vertrauter Orte und noch heute sichtbarer Spuren in unseren Dörfern wird gezeigt, wie sich die große Geschichte bis in unser tägliches Umfeld eingeschrieben hat. In einer Zeit, in der antisemitische Handlungen und Äußerungen in Europa erneut in besorgniserregendem Maße zunehmen, erhält diese lokale Geschichte eine besondere Bedeutung: Die Vergangenheit unserer Region zu verstehen bedeutet auch, die Mechanismen der Ausgrenzung zu erkennen und daran zu erinnern, wie unverzichtbar Erinnerung, Wachsamkeit und Weitergabe dieses Wissens auch heute noch sind.

Zu Dr. Alain Brose
Dr. Alain Brose ist promovierter Historiker und unterrichtet seit über zwanzig Jahren Geschichte. 
Als Doktor der Geschichte, Kunst und Archäologie der Freien Universität Brüssel widmete er seine Dissertation der Instrumentalisierung Karls des Großen und Friedrich Barbarossas in der nationalsozialistischen Weltanschauung.
Seine besondere Leidenschaft gilt der Regionalgeschichte und der Vermittlung historischen Wissens. Darüber hinaus ist er Initiator von „Doc de Limbourg / Dok von Limburg“, einem zweisprachigen Projekt, das sich der Geschichte des ehemaligen Herzogtums Limburg und, im weiteren Sinne, dem historischen Erbe der Grenzregion zwischen Belgien, Deutschland und den Niederlanden widmet.
Durch Lehre, Forschung, Veröffentlichungen und Geschichtsvermittlung legt er besonderen Wert darauf, die Verbindungen zwischen den verschiedenen Gemeinschaften dieser Region hervorzuheben und deren Geschichte an die jüngeren Generationen weiterzugeben.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 16. November 2026 (unter [email protected] oder +32 87 318 400).
Der Platz ist begrenzt.

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Blick auf das Parlament der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien

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